Sterben für Anfänger
Handlung
Bei der Beerdigung von Daniels Vater Edward kommt die gesamte chaotische Familie zusammen. Da gibt es seine taffe Cousine Martha mit ihrem aufgeregten Freund, der durch Marthas Bruder versehentlich dessen neusten Drogenmix statt einer Valium genommen hat. Und Daniels Bruder Robert, der als erfolgreicher Schriftsteller in den USA lebt und nur für die Beerdigung nach Hause zu der Familie gekommen ist. Und auch den kleinwüchsigen Peter, der behauptet, eine Affäre mit dem toten Edward gehabt zu haben und nun 15.000 Pfund für sein Schweigen fordert.
Und während das Chaos dieser Beerdigung seinen Lauf nimmt, wird auch Peter versehentlich ins Jenseits befördert. Kurzerhand wird seine Leiche zu dem toten Edward in den Sarg gelegt, was natürlich nicht lange unentdeckt bleiben wird.
Meinung
„Sterben für Anfänger“ macht aus dem traurigen Thema „Tod“ eine heitere Komödie mit allerlei Verwicklungen. Dabei kommen einem die amüsanten Situationen allerdings so oder so ähnlich aus anderen Komödien bekannt vor, es ist, als hätten wir große Teile des Films schon einmal gesehen. So kommt „Sterben für Anfänger“ mit zu wenigen eigenen komischen und vor allem neuen Einfällen daher. Die vielen Charaktere werden gut eingeführt, so dass man stets weiß, wer mit wem wie in Beziehung steht. Dafür mussten die Charaktere der Figuren jedoch stark vereinfacht werden, eine ambivalente Charakterzeichnung einer Figur finden wir nicht. Das Spiel der Darstellerriege wirkt leider häufig überzogen, auch eine Komödie braucht nicht übertrieben viel Mimik. Trotzdem ist die Geschichte mit viel Tempo umgesetzt und sehr dicht inszeniert, so dass sie trotz schon bekannter Situationen nicht langweilt. Die vielen Verwicklungen und kleinen „Unfälle“ treiben die aus den Fugen geratene Beerdigung auf die Spitze und bieten immer wieder amüsante Momente. Spaß macht auch das gelungene Intro, in dem ein kleines Sargsymbol über einen Stadtplan fährt.
Das Ende kommt dann wieder zu brav und konventionell daher: Daniel hat seine Ängste überwunden, es geht ihm am Abend besser als vor der Beerdigung, die ihn mental hat wachsen lassen. Dazu bringt der Film einer kleiner Lacher am Ende, bei dem schon wieder der Running-Gag des vertauschten Valiums missbraucht wird.
Komödie für Anfänger.
Zur nächsten Filmkritik: Knallhart
Daniel: Matthew Macfadyen
Martha: Daisy Donovan
Marthas Freund: Alan Tudyk
Marthas Bruder: Kris Marshall
Robert: Rupert Graves
Peter: Peter Dinklage
Regie: Frank Oz | USA, Deutschland, Großbritannien, Niederlande, 2007
Länge: 87 min | FSK: ab 6 | Buch: Dean Craig | Kamera: Oliver Curtis | Ton: John Midgley | Szenenbild: Michael Howells | Schnitt: Beverley Mills | Musik: Murray Curtis | Produktion: Parabolic Pictures, Stable Way Entertainment
