Pariser Luft


Handlung

Der Nachtclubbesitzer und Vater der Schülerin Brigitte wird wegen Falschgeldhandels von der Polizei gesucht. Er taucht unter und gibt seine Tochter in die Obhut des Sängers und Tänzers Jean Cléry, in den sich Brigitte auch prompt verliebt. Ein turburlentes Hin und Her beginnt, mitten drin natürlich der Satansbraten Brigitte.


Nach einigen Verwicklungen und einer großen Verwüstung des Nachtclubs kommen Brigitte und Jean Cléry natürlich schließlich zusammen.

Meinung

"Cette sacrée gamine" ist ein früher Film von Brigitte Bardot - sie war 21, als er gedreht wurde - und er scheint noch weit entfernt von ihrem großen internationalen Durchbruch "Et Dieu crea la Femme", obwohl der noch im selben Jahr herauskam. Der Film konzentriert sich ganz auf den Charme von BB, die mit einer Mischung aus Naivität und Sex-Appeal durch den Film wandelt, und deren Wirkung die immer wieder ein wenig zusammengeschusterte Handlung mal mehr, meist aber eher weniger verdeckt.

Bardots berühmte Schnute entfaltet auch heute noch ihre Wirkung, aber die Tanzeinlagen und Dialogwitze wirken zum größten Teil doch sehr antiquiert. Wenn Cléry zu seiner Verlobten in die Psychologie-Vorlesung an die Uni muss und zu deren Lektionen über das Unbewusste von einer herumhüpfenden Brigitte Bardot tagträumt, dann löst das heute doch eher ein peinliches Befremden aus. Immerhin - ab und zu zündet auch ein Gag; seine besten Momente hat der Film, wenn es um physische Auseinandersetzungen geht, etwa wenn der Tanzlehrer am Anfang buchstäblich mit dem Kopf durch die Wand will - und ihm das auch gelingt. Und wenn über BB als "le grand bébé" (das große Baby) gesprochen wird, dann kann man auch heute noch schmunzeln.

Gealterter Film der noch jungen Brigitte Bardot.

von Logolt



Brigitte Latour: Brigitte Bardot
Paul Latour: Bernard Lancret

Jean Cléry: Jean Bretonnière

Regie: Michel Boisrond | Frankreich, 1956

Länge: 80 min | Buch: Roger Vadim, Michel Boisrond | Kamera: Joseph C. Brun | Szenenbild: Jacques Chalvet | Schnitt: Jacques Mavel | Musik: Henri Crolla, René Denoncin, Hubert Rostaing | Produktion: Lutetia, SLPF, Selb-Film, Sonodis