Little Miss Sunshine
Handlung
Sheryl Hoover hat es nicht leicht. Sie muss sich um ihren suizidgefährdeten Bruder Frank kümmern, ihr Sohn Dwayne redet aus Hass auf die gesamte Welt nicht mehr, sie erträgt ihren zwanghaft an seinen Erfolg glaubenden Mann Richard und ihren anzüglichen Schwiegervater. Als ihre pummelige Tochter Olive zu einem Kinderschönheitswettbewerb in Los Angeles zugelassen wird, muss sich die ganze Familie zusammen raufen, um rechtzeitig mit ihrem kleinen VW-Bus die Strecke von 1300 Kilometern zu bewältigen.
Meinung
Der Film „Little Miss Sunshine“ ist ein Ensemblefilm, der mit einfallsreichen und genau gezeichneten Charakteren aufwartet. So gelingt den Regisseuren Jonathan Dayton und Valerie Faris eine überzeugende Veränderung des Ehemanns Richard von einem unsympathischen, zwanghaft an den Erfolg glaubenden Typen zu einem menschlichen, sensiblen Charakter. Dieser Übergang findet unauffällig und fließend statt, und ist so glaubwürdig, wie man es selten in anderen Filmen erlebt. Die kleine Abigail Breslin in der Rolle der Olive spielt einfach bezaubernd und ihre anzüglich erscheinende Tanzdarbietung wirkt bei ihr lustig und unschuldig. Paul Dano überzeugt als welthassender und stummer Sohn, dessen Stärke und Überzeugungskraft allerdings mit dem Rückgewinn seiner Stimme nachlässt. Dazwischen Toni Collette in der Rolle von Mutter Sheryl, die am geerdetsten und damit auch leider am unaufregendsten erscheint. Ihre Aufgabe in dem Film ist es, die ungewöhnlichen Charaktere zusammenzubringen und sie bietet die größte Fläche als Identifikationsfigur für den Zuschauer.
Der Film schafft die schwierige Balance zwischen Ernsthaftigkeit und einem Humor, der frech ist, ohne anzüglich oder klamaukig zu sein. Und trotz der obskuren Charaktere und Situationen bleibt der Film nah am wirklichen Leben.
Was allerdings aus dieser sich nah am Leben orientierenden Linie heraus fällt, ist der Klau des toten Schwiegervaters aus dem Krankenhaus, worauf Drehbauchautor Michael Arndt gut hätte verzichten können.
Süß.
Sheryl: Toni Collette
Frank: Steve Carell
Dwayne: Paul Dano
Richard: Greg Kinnear
Schwiegervater: Alan Arkin
Olive: Abigail Breslin
Regie: Jonathan Dayton | USA, 2006
Länge: 98 min | FSK: ab 6 | Buch: Michael Arndt | Kamera: Tim Suhrstedt | Ton: Steven Morrow | Szenenbild: Alan E. Muraoka | Schnitt: Pamela Martin | Musik: Mychael Danna, DeVotchKa | Produktion: Big Beach Films, Third Gear Productions LLC, Deep River Productions, Bona Fide Productions


Ein so wunderschöner Film bei
Ein so wunderschöner Film bei dem ich wirklich viel gelacht habe. Bestimmt einer meiner fünf Lieblingsfilme!